NATURWISSENSCHAFT
TEIL 3

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Orientierung mit GPS (3): Das GPS in der Praxis
Das GPS-System | Karte und GPS | GPS in der Praxis

Das GPS in der Praxis

GPS System
Basisausrüstung. Foto: MA Ernst

Nach den beiden Theorie-Teilen zum GPS-System und dem UTM-Gitter  geht es heute nun endlich in die Praxis. Die wichtigsten Utensilien für eine zünftige Wanderung sind rechts im Bild zu sehen: Ordentliches Schuhwerk, Karten im Maßstab 1:50.000, der GPS-Empfänger mit praktischer Schutztasche und zusätzlich noch ein Kompass. Letzterer ist zwar auch in unserem GPS-Empfänger enthalten, doch auf das gewohnte Arbeitsgerät wollen wir nicht verzichten. Der kleine Freund lässt uns niemals im Stich, insbesondere dann, wenn die Batterien des GPS-Empfängers ihren Geist aufgegeben sollten.

Vor Beginn der Wanderung überprüfen wir noch einmal die Abstimmung zwischen GPS-Empfänger und Karte. Die Einstellung des Kartenbezugssystems ist zwar geräteabhängig, weit verbreitet ist aber die Menübezeichnung "Setup Units". Hier wählen wir UTM aus, und die gebräuchliche Bezeichnung WGS 84 (World Geodatic System) Diese Bezeichnung suchen wir auch noch einmal auf der Legende der Karte. Nun kann die Reise beginnen.

Die Wanderung beginnt

Startpunkt unserer Wanderung ist zumeist ein Parkplatz, ein Bahnhof, eine Hütte oder ein Zeltplatz. Bevor wir nun den Rucksack aufsetzen, bestimmen wir unsere Koordinaten mit dem GPS-Empfänger. Die am weitesten verbreitete Bezeichnung für diesen Vorgang heißt "Mark Waypoint" (Wegpunkt markieren). 
Natürlich kann diese Markierung an jeder Stelle der Wanderung durchgeführt werden, aber der Ausgangspunkt ist bei unserem Beispiel auch der Zielpunkt, hierhin wollen wir wieder zurück finden. Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns deshalb zunächst auf die wichtigste Einstellung!

Der GPS-Empfänger zeigt uns nun die Daten des Start- und Zielpunktes  mit der Ordnungszahl 001. Alle weiteren markierten Wegpunkte bekämen theoretisch die Nummern  002, 003 usw.
Nachdem wir uns standesgemäß im Wald verlaufen haben, schuld war eine ungenau ausgezeichnete Weggabelung, beginnt unser GPS-Einsatz:

GPS als Retter in der Not

Wandern mit GPS
Am Ziel angekommen. Foto: MA Ernst

Unter dem Menüpunkt "Find Waypoint" (Wegpunkt finden) fragen wir nach Wegpunkt 001, unserem Start- und Zielpunkt. Wenn wir nun die Taste "Go To" (Gehe zu) betätigen, erscheinen auf dem Display die Distanz in Luftlinie und die Himmelsrichtung.
Im GPS-Empfänger finden wir sogar einen digitalen Kompass mit Richtungspfeil.
Nun ziehen wir die Karte heran und suchen unter Beachtung der Höhenlinien einen geeigneten Weg. Dank GPS finden wir noch bei Tageslicht an unseren Ausgangspunkt zurück. Wieder angekommen haben wir uns einen zünftigen Eintopf verdient. 

Wandern mit GPS: Kursende