KUNST
TEIL 6

VON 6
Die digitale Kunst: Die Bewegungsimitation
Einführung | Relief | Muster | Farbänderungen | Imitation | Bewegung

Mona Lisa auf der Flucht

Leonardo da Vinci
Mona Lisa
Die Mona Lisa in Bewegung

Viele Metamorphosen musste das Mesiterwerk von Leonardo da Vinci in diesem Kurs über sich ergehen lassen. Vielleicht möchte sich die Moma Lisa nun nach einem ruhigeren Platz umsehen. Und auch hierzu hat der Computer eine Lösung. Mit einem speziellen Filter können Teile des Bildes ausgewählt und so verschoben werden, dass der Eindruck von Bewegung entsteht. 

Die Fülle der Funktionen und die eigene Kreativität

Die digitale Kunst

Die digitale Kunst ist eine noch junge Disziplin, der Begriff entstand in den 90er - Jahren mit der massenhaften Verbreitung von Computern. Sie setzt die mediale Kunst fort, die seit den 80er - Jahren die moderne Kunst beherrschte. 

Heute ist die digitale Kunst ein fester Bestandteil der Kunstszene, erkennbar an ihrem festen Platz auf der Biennale in Venedig. Die 53. Biennale findet vom 7. Juni bis 22. November 2009 statt.

Der Expressionist Paul Klee definiert die Kunst nicht als Mittel zur Reproduktion der Realität, sondern als Weg der Erkenntnis:

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, Kunst macht sichtbar".

Der Computer ist dazu in der Lage, neue Aspekte eines Bildes hervortreten zu lassen. Die Vorgehensweise hängt dabei von der Persönlichkeit des Künstlers ab. Jedem ist selbst überlassen, welchen Weg er gehen mag.
Der improvisationsfreudige Charakter schätzt das Moment der Überraschung, der mathematische Künstler das Ergebnis der Berechnung.

Der inspirative Künstler

Mona Lisa im Original
Die Mona Lisa im Original

Der Automatismus des Computers will verstanden werden. Der inspirative Künstler geht spielerisch vor, probiert nach Lust und Laune aus und erkennt, wann die Maschine etwas ausgeworfen hat, was seinen ästhetischen Ansprüchen genügt. Um nicht gleich am Anfang von all den Funktionen eines Programms erschlagen zu werden, wählt er zunächst wenige grundlegende aus. Dieses Vorgehen trägt auch dazu bei, den einen eigenen Stil zu entwickeln. 

Der mathematische Künstler

Die Mathematik ist nichts anderes als eine Kunstsprache, um die Phänomene der Natur zu beschreiben. Der mathematische Künstler setzt Zahlen in Bilder um. In der "sichtbaren Mathematik" der Geometrie entstehen Farben und Formen.  Die von Platon beschriebenen regelmäßigen Körper werden durch die mathematische Kunst vom wissenschaftlichen Anschauungsobjekt zum Kunstgegenstand.

Die digitale Kunst - Ende des Kurses