Sternbild Rabe

Das Sternbild Rabe befindet sich nördlich der Wasserschlange und südwestlich des leuchtstarken Stern Spica im Sternbild Jungfrau. Erkennbar ist der Rabe durch die hochkantige Trapezform. Der Rabe erreicht seinen Kulminationspunkt am 28. März.

Beobachtungszeit Sternbild Rabe

Frühling

Hellster Stern im Sternbild Rabe

Gamma Corvi (Gienah)

Das Sternbild Rabe in der griechischen Mythologie

Nicht jeder griechische Mythos ist blutrünstig. Die Sternbilder Rabe, Becher und Wasserschlange sind durch eine harmlose und amüsante Geschichte miteinander verknüpft. Als Apollon, der Gott der Ordnung und der Musik, für eine Zeremonie zu Ehren des Göttervaters Zeus Wasser benötigte, schickte er den Raben mit einem Becher aus. Dieser zeigte sich wenig pflichtbewusst und fraß lieber die Früchte eines Feigenbaumes. Als Apollon ihm die Frage nach dem Grund seiner Verspätung stellte, suchte er nach einer Ausrede. Angeblich hinderte ihn eine gefährliche Wasserschlange.

Die Sternbilder in der griechischen Mythologie

Wichtigste mythologische Quelle sind die Metamorphosen des Ovid. Der römische Dichter sammelte die griechischen Sagen und ordnete sie jeweils einem Sternbild zu. Für die astronmische Seite der Sternbilder steht Claudius Ptolemäus Pate. Er forschte einst in der Wissenschaftsstadt Alexandria. Sein Sternenkatalog „Mathematische Zusammenstellung“ (μαθηματική σύνταξις) wurde später unter dem Namen Almagest bekannt. Die ptolemäischen Bilder bilden auch nach fast 2000 Jahre nichts von iher Gültigkeit verloren. Sie sind ein Teil der modernen Systematik der Internationalen Astronomischen Union IAU.